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Eine Festung scheint ursprünglich von den Langobarden
auf dem Felsen erbaut worden zu sein, wurde 590 zerstört
und von den Langobarden wieder aufgebaut. Nach der Besetzung
durch die Ungarn trat Malcesine den Veroneser Bischofs-Lehen
bei, um daraufhin zwischen 1277 und 1387 zu den Scaligern
überzuwechseln. Anschließend war die Festung bis
1403 in den Händen der Visconti, außer dem Jahrzehnt
nach 1506, wo sie zur Republik von Venedig gehörte. Unter
Napoleon erlangten die Franzosen die Herrschaft und von 1798
bis 1866 die Österreicher, welche beachtliche Befestigungsarbeiten
ausführten. Am 22. August 1902 wurde die Burg zum Nationaldenkmal
erklärt. Heute beherbergt sie ein kleines Museum, welches
dem Gebiet des Gardasees und seinem Naturschutz, im besonderen
Felsen, Fossilien, Fauna und Flora, gewidmet ist. Außerdem
enthält es einen Goethe-Saal: In ihm befinden sich die
Schilderungen des Dichters vom See, die er während seiner
Italienreise gemacht hat.
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In 15 Minuten Fahrt gelangt man mit der Seilbahn von Malcesine
auf den Berg Tratto Spino (1778 m). Der Tratto Spino ist im
Sommer Ausgangspunkt für viele Ausflüge und Wanderungen.
Im Winter erreicht man von hier aus auch viele Skigebiete,
wo Sessel- und Skilifte über 11 km Pisten unterschiedlicher
Schwierig- keitsgrade (Höhenunterschied bis 400 m) bedienen.
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Der erste Vermerk über das Bestehen einer Pfarre stammt
aus den ersten Jahren des 9. Jh. Das Kultgebäude enthält
u. a. die Altäre der Heiligen Benigno und Carlo (1769)
und der Sieben Freuden (Sette Allegrezze, 1771), einen Tabernakel
aus dem 15. Jh. und das Altarbild der "Deposizione"
(Niederlegung) von Girolamo dai Libri (1471-1555). Die Gemälde
des Presbyteriums stammen von Felice Boscarotti. Sehr interessant
sind die vierzehn Stationen des Kreuzweges (Via Crucis).
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